Thomas Kötterheinrich mit Nina Bramm, die einen Biohof hat.

Frust wegen vieler Vorgaben

Thomas Kötterheinrich im Gespräch mit Landwirten

Frust wegen vieler Vorgaben

Die Landwirt­schaft stand beim fünften Teil der Sommergespräche des Bürgermeisterkandida­ten Thomas Kötterheinrich im Mittelpunkt. Auch in Ladbergen haben die Bauern mit Problemen zu kämpfen. Jedoch nicht nur wegen Co­rona, heißt es im Pressebe­richt.

Kommentar von Thomas Kötterheinrich:
Ich durfte bei einigen Höfen in Ladbergen "hinter die Kulissen" schauen. Anschließend konnte ich dann im Gespräch einige Probleme und Sorgen der Landwirte besser nachvollziehen. Wir sollten den Job der Landwirte mehr wertschätzen! Vielen Dank für die netten Gespräche.

Frank Sundermann sieht die Landwirtschaft zu oft im Fadenkreuz der Politik und der öffentlichen Meinung. "Wir wollen nicht immer die Schuldigen in Bezug auf Umweltschutz sein. Wir en­gagieren uns sehr für Tier­wohl und Umweltschutz. Die Komnunikation zwischen Politik und Landwirten muss deutlich besser werden", sag­te Sundermann, der viele EU-Vorgaben als sehr schwierig umzusetzen beurteilt.

Ein Beispiel für Umwelt­schutz liefert auch Landwirt Herwart Kemper, der rund 30 Hektar Fläche bewirt­schaftet und 60 Bullen hält. Er und sein Sohn Dirk haben die Siloplatte erneuert, da­mit das Wasser nicht mehr versickert, sondern aufge­fangen werden kann. Auch er klagt über immer neue Vorgaben, zuletzt die in der Praxis schwer umzusetzende Düngeverordnung, die seit dem 1. Mai gilt.

Landwirt Heinrich Eh­mann berichtete, dass durch geschlossene Restaurants der Rindfleischpreis gefallen sei. Wie die anderen Ge­sprächspartner bemängelte auch er die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben und erläuterte, dass nicht alle Re­geln europaweit gelten. "Da­durch werden Importe güns­tiger. Die hohen deutschen Standards gelten dort nicht, ein ungleicher Wettbewerb", beklagte Ehmann.

Der Biohof von Nina Bramm ist dagegen glimpf­lich durch die Corona-Krise gekommen. Ihre Stammkun­den hätten sie nicht im Stich gelassen, auch die Preise für das Bio-Fleisch seien kons­tant geblieben.

"Der regelmäßige Aus­tausch, insbesondere mit den landwirtschaftlichen Unternehmen, ist mir ein wichtiges Anliegen. Kommunalpolitik lässt sich eben nur glaubwürdig mit den Beteiligten machen", sagte Köt­terheinrich.

Artikel: Westfälische Nachrichten

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